Berufliche Schulen Haus St. Marien
Schwestern vom göttlichen Erlöser
05.05.2015

Leonardo Programm

Vom 18. bis 28. März 2015 nahmen wieder Schülerinnen und Schüler der BFS für EV und für Sozialpflege am EU Programm Leonardo teil und arbeiteten zwei Wochen in einer sozialen Einrichtung des Trägers in Österreich. Lernen ohne Grenzen - Abschluss des Leonardo da Vinci Projektes am Haus St. Marien Erneut machten sich 8 Schülerinnen und 4 Schüler der BFS für Ernährung und Versorgung und BFS für Sozialpflege auf den Weg um ein 2wöchiges Praktikum in Gablitz im Wienerwald zu absolvieren Nachdem im Herbst 2013 und im Frühjahr 2014 bereits 23 Schülerinnen aus dem Haus St. Marien in einem zweiwöchiges Praktikum in den Pflege- und Pensionistenheimen Kloster St. Barbara und Marienheim im österreichischen Gablitz im Wienerwald wertvolle Erfahrungen sammeln durften, machte sich Ende März die dritte Gruppe auf den Weg. Erstmalig bewarben sich auch junge Männer für diesen Einsatz. Die Gruppe wurde von ihrer Lehrerin und Projektbetreuerin Maresa Kreitmeir-Leitmann begleitet und während des gesamten Einsatzes betreut. Der stellvertretende Schulleiter Johann Spangler und Projektleiterin Maresa Kreitmeir-Leitmann bereiteten die Teilnehmer in einem zweitägigen Seminar gründlich auf das Praktikum in Gablitz vor. Die jungen Frauen und Männer stellten Gastgeschenke her, informierten sich über das Gastland und die Einsatzstellen, lernten landesübliche Fachausdrücke und Fremdworte und planten einen Dank - Gottesdienst für die Gastgeber in Österreich.. In Gablitz wurden die Schülerinnen von Oberin Sr. Jacinta Steinacher und den Leitungen der Bereiche Pflegedienst, Hauswirtschaft und Küche in Empfang genommen, auch die Gemeinde Gablitz vertreten durch den Vizebürgermeister Franz Gruber hießen die Schüler willkommen. Nach einem festgelegten Plan teilte sich die Gruppe auf: Die angehenden Sozialbetreuerinnen waren in der Pflege und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner auf den Pflegestationen im Einsatz, die Auszubildenden der Hauswirtschaft halfen in der Alltagsbetreuung und Versorgung auf den Stationen mit und lernten bei ihrem Einsatz in der Betriebsküche die österreichische Küche kennen. „Im Praktikum konnte ich die Zubereitung typisch österreichischer Gerichte wie z.B. Marillenknödel, Apfelstrudel, Linzertorte aber auch Grammelknödel und Schopfbraten kennenlernen. Auch der Kontakt mit den Altenheimbewohnern war sehr interessant, wir wurden sehr herzlich aufgenommen“, stellten Max Bürner und Michaela Meier, Auszubildende der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung fest. Klara Schmalzl und Sophia Obermeier von der Berufsfachschule für Sozialpflege haben die Eindrücke der Teilnehmerinnen so zusammengefasst: „Besonders beeindruckt hat uns die ruhige Atmosphäre in der Pflege. Wir fühlten uns vom ersten Augenblick willkommen. Die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen war eindrucksvoll, besonders gut gefallen hat uns neben der Pflege auch die Beschäftigung mit den Bewohnern“. Joscha Hebeler, Schüler der BFS für Sozialpflege war besonders von der offenen und herzlichen Art der Ordensschwestern angetan: „In der Arbeit mit Ordensschwestern konnte ich die Verbindung zum Glauben spüren“. Auf der anderen Seite waren die Leitungskräfte in Gablitz von der großen Einsatzfreude und dem Wissen und Können der Neumarkter Schülerinnen und Schüler begeistert. Schon nach den ersten Tagen übertrug man ihnen mehr Verantwortung und selbstständige Tätigkeiten. „Begeistert haben mich das abwechslungsreiche Programm, die herzliche Aufnahme, der natürliche Umgang mit den Ordensschwestern, das tolle Miteinander und die spürbar wachsende Gemeinschaft „Ich bin froh, dass ich an diesem Projekt teilnehmen durfte, jeder sollte diese Chance nutzen! Es war eine wunderschöne Zeit, es hat mir viel Freude und Spaß bereitet, diese Zeit werde ich nie in meinem Leben vergessen!“ wurde beim Feed-Back am Ende des Einsatzes von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern rückgemeldet. Nach dem täglichen Praktikumseinsatz stand noch so einiges auf dem Programm: Im nahegelegenen Wien besichtigte die Gruppe das Krankenhaus „zum Göttlichen Heiland“ und das Schloss Schönbrunn. Weitere Programmpunkte waren eine Stadtrundfahrt, der Besuch eines Gottesdienstes im Stephansdom, ein gemeinsames Abendessen im berühmtesten Wienerschnitzel-Restaurant „Figglmüller“ sowie der Besuch des Musicals „Mamma Mia“. Auch die Sonnenfinsternis konnte mit den Bewohnern und Mitarbeitern bei schönstem Wetter verfolgt werden. Dazu hatte der Hauswirtschaftsleiter Herr Bauernhofer extra Schutzvorrichtungen für die Teilnehmer besorgt und verteilt. Frau Melitta Sattler, Heimleiterin und Leiterin des Pflegedienstes, überreichte am Ende des Einsatzes in einer Feierstunde ein Zertifikat und bedankte sich für das Engagement der Teilnehmerinnen und bei Frau Maresa Kreitmeir-Leitmann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben nun ihren Abschlussbericht geschrieben, ihre Projektaufgaben erledigt und erhalten am 13.Mai 2015 ihren EuroPass: dieser bescheinigt die erfolgreiche Teilnahme am Projekt. Er wird ihnen von der Schulleiterin Frau Maria Losch und dem stellvertretenden Schulleiter Herr Johann Spangler in einer Feierstunde überreicht. Das Projekt: Ziel des Leonardo da Vinci-Programms der Europäischen Union ist, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, im europäischen Ausland wertvolle Erfahrungen für die persönliche Weiterentwicklung und für den beruflichen Werdegang zu sammeln. Durch den Einsatz erweitern sie ihre fachlichen Kenntnisse und gewinnen Einblicke in die nationalen und kulturellen Besonderheiten ihres Gastlandes. Sie erhalten Gelegenheit, ihre bereits erworbenen beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten in berufliches Handeln umzusetzen. Durch ein Auslandspraktikum wird das fachliche Erfahrungsspektrum erweitert und gleichzeitig werden die persönlichen und sozialen Kompetenzen gefördert. Zudem soll das Projekt die Bereitschaft der Schüler zu Mobilität und Offenheit über ihre berufliche Erstausbildung hinaus wecken. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Berufsfachschulen im Haus St. Marien beinhaltet im Leitbild folgende Zielsetzungen: “Wir engagieren uns in der Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten, der Trägergesellschaft sowie der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser, kirchlichen und staatlichen Einrichtungen, Praxisgebern sowie internationalen Partnern. Wir setzen uns ein für die unbedingte Anerkennung der Menschenwürde, für Offenheit, Verständnis, Solidarität, Achtung und Toleranz auch gegenüber anderen Kulturen, Nationalitäten und Religionen.” Diese Zielsetzung ist auch ein Hauptanliegen des Leonardo da Vinci-Programms. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag im Haus St. Marien gilt dem ganzen Menschen und umfasst alle Aspekte der Persönlichkeit. Junge Menschen werden in fachlicher, sozialer, persönlicher und spiritueller Hinsicht gefördert und ermuntert, Verantwortung für sich selbst und in der Gemeinschaft zu übernehmen. Gez. M. Kreitmeir-Leitmann am 03.05.2015

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unternahmen mit der Projektleiterin Frau Maresa Kreitmeir-Leitmann einen Ausflug nach Wien.