Berufliche Schulen Haus St. Marien
Schwestern vom göttlichen Erlöser

Vorstand der Neumarkter Bürgerstiftung besuchte das Haus St. Marien

Thomas Mirwald, Geschäftsführer Haus St. Marien, die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Eva Diepenseifen, Josef Dunkes und Gerlinde Sturm, Verwaltungsmitarbeiterin Hannelore Braun, der Erste Vorsitzende der Bürgerstiftung Dr. Heinz Sperber, Schulleiterin Maria Losch und die pädagogische Leiterin des Bereichs „Betreuen und Wohnen“, Sarah-Lena Wilke. In der Mitte Unternehmer Siegfried Schneider.

Mit dem „Siegfried-Schneider-Stipendium“ werden bedürftige Schülerinnen und Schüler unterstützt

Zu einem informellen Austausch kam der Vorstand der Bürgerstiftung Region Neumarkt ins Haus
St. Marien: Bereits seit einigen Jahren unterstützt die Bürgerstiftung sozial schwache Schülerinnen und
Schüler der Beruflichen Schulen mit Geldzuwendungen und stellt das Material für die Aktion „Herzkissen“
zur Verfügung, bei der Schülerinnen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung mit
selbstgenähten Kissen in Herzform Brustkrebs-Patientinnen im Klinikum Neumarkt beschenken. Heuer
konnte bereits das 500. Kissen überreicht werden.

Inhalt des Treffens mit Geschäftsführer Thomas Mirwald, der Pädagogischen Leiterin des Bereichs
„Betreuen und Wohnen“, Sarah-Lena Wilke, Schulleiterin Maria Losch und Verwaltungsmitarbeiterin
Hannelore Braun war zum einen eine Rückschau auf die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren wie
auch die Frage nach zukünftigen Projekten. Der Erste Vorsitzende der Bürgerstiftung, Dr. Heinz Sperber,
und die Vorstandsmitglieder Josef Dunkes, Gerlinde Sturm und Eva Diepenseifen waren in Begleitung des
Neumarkter Unternehmers Siegfried Schneider ins Haus St. Marien gekommen. Schneider unterstützt mit
einem Stipendium im Rahmen der Bürgerstiftung nach eigenen Worten „junge Menschen, die von zu
Hause aus nicht so gut gestellt sind, damit sie eine gute Ausbildung bekommen.“

Im Haus St. Marien ist dies in den vergangen Jahren schon oft geglückt: So konnten dank der
Bürgerstiftung Schülerinnen und Schüler, deren Eltern das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnten, ihre
Ausbildung beenden bzw. einen höheren Schulabschluss anstreben. „Unsere Förderung soll nachhaltig
sein“, erklärt Vorstandsmitglied Eva Diepenseifen einen Grundsatz der Bürgerstiftung, „dies gelingt uns,
wenn wir Jugendlichen eine langfristige persönliche und berufliche Perspektive geben können.“
Geschäftsführer Thomas Mirwald und seine Mitarbeiterinnen dankten den Vorstandsmitgliedern nicht nur
für die bisherigen Zuwendungen aus Mitteln der Bürgerstiftung, sondern auch für die besonders
vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Es handelt sich immer um Einzelschicksale, die zahlreiche Gespräche,
Sensibilität und Einfühlungsvermögen verlangen“, so Geschäftsführer Mirwald.
Er schilderte dies ganz konkret am Beispiel einer Schülerin, die kurz vor ihrem Abschluss zur
Kinderpflegerin stand. Die Familie war in eine Notlage geraten und hatte das Schulgeld bereits für mehrere
Monate nicht mehr bezahlen können. Die Tochter wollte ihren Eltern nicht länger zur Last fallen und die
Schule ohne Abschluss verlassen. Nach intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten übernahm die
Bürgerstiftung die ausstehenden Zahlungen, bis die Familie wieder selbst in der Lage war, das Schulgeld
aufzubringen.

Thomas Mirwald rechnet damit, dass die gesellschaftlichen Veränderungen zukünftig die Lage für
Jugendliche noch verschärfen könnten: „Besonders betroffen von sozialen Notlagen sind alleinerziehende
Eltern und volljährige Schüler, die von zu Hause aus keine Unterstützung mehr erfahren.“ Die
Erfahrungsberichte aus erster Hand führten den Vorstandsmitgliedern der Bürgerstiftung unmittelbar vor
Augen, welches Engagement notwendig ist, um junge Menschen auf einen guten Weg zu bringen und
welche Möglichkeiten eine Bürgergesellschaft hat, dies zu unterstützen.
Der Vorstand der Bürgerstiftung beendete seinen Besuch mit der festen Zusage, auch weiterhin im
Einzelfall bedürftige Jugendliche im Haus St. Marien zu unterstützen.